ArchX

Allgemeine Geschäfts- und Lizenzbedingungen ArchX

Stand: 1. Oktober 2026
Fassung 2026-10-01

Das Wichtigste vorab: KI-Ergebnisse, Handlungen des Agenten und Haftung

Bitte lesen Sie diesen Abschnitt besonders aufmerksam. Er weicht zu Ihren Lasten von dem ab, was ohne Vereinbarung von Gesetzes wegen gelten würde.

  • ArchX ist ein KI-Agent. Seine Ergebnisse und Handlungen können falsch, unvollständig oder unerwünscht sein. Das gilt für Devis und Leistungsverzeichnisse, Mengen, Pläne, Modelle, Bilder und Texte ebenso wie für Aktionen auf Ihrem Computer und in Ihren Konten, etwa Dateien ändern oder löschen, Programme und Browser bedienen, Plugins nutzen oder E-Mails lesen (Ziffern 3 und 16).
  • Ab Werk entscheidet eine KI über Anfragen des Agenten («Für mich genehmigen»). Was der Agent mit Ihren Einstellungen tut, gilt im Verhältnis zu TYTOS als Ihre Handlung (Ziffern 3.3 und 3.4).
  • Eine Fachperson des Kunden prüft jedes Ergebnis, bevor es verwendet, weitergegeben, ausgeschrieben oder abgerechnet wird. Der Kunde sichert seine Daten, bevor er den Agenten daran arbeiten lässt (Ziffer 15).
  • TYTOS haftet nur für rechtswidrige Absicht und grobe Fahrlässigkeit. Jede weitere Haftung ist ausgeschlossen, soweit das Gesetz es erlaubt, namentlich für leichte und mittlere Fahrlässigkeit, für Hilfspersonen und für Schäden aus KI-Ergebnissen und Handlungen des Agenten (Ziffer 18).
  • Werbung, Beispiele, Vorführungen und Messwerte beschreiben ArchX; sie sind keine Zusicherung und keine Garantie (Ziffer 17).
  • Der Kunde stellt TYTOS frei von Ansprüchen Dritter aus seinen Daten, seinen Katalogen und Normen, seiner Nutzung von ChatGPT und seiner Verwendung der Ergebnisse (Ziffer 19).
  • Mängel meldet der Kunde innert 10 Tagen; Ansprüche wegen Mängeln verjähren nach einem Jahr, soweit das Gesetz es zulässt (Ziffer 14).

1. Geltung

1.1 Diese Bedingungen gelten für alle Verträge über die Nutzung von ArchX zwischen der TYTOS GmbH, Arsenalstrasse 40, 6010 Kriens, Schweiz, UID CHE-351.360.864 («TYTOS»), und ihren Kunden («Kunde»). Sie gelten für den Test, für gekaufte Plätze und für Gratisplätze.

1.2 ArchX richtet sich nur an Unternehmen, namentlich Architektur- und Planungsbüros. Verträge mit Konsumentinnen und Konsumenten schliesst TYTOS nicht ab. Wer ArchX lädt, testet oder kauft, bestätigt, dass er für ein Unternehmen handelt und es dabei vertreten darf.

1.3 Bestandteile: Zum Vertrag gehören diese Bedingungen und als fester Anhang die Vereinbarung über die Auftragsbearbeitung (AVV). Für die Bearbeitung von Personendaten im Support geht die AVV vor. Welche Daten TYTOS als eigene Verantwortliche bearbeitet, steht in der Datenschutzerklärung.

1.4 Fassung: Jede Fassung dieser Bedingungen trägt ihr Datum als Kennung, diese hier «2026-10-01». Beim Teststart und bei jeder Bestellung speichert der Dienst, welche Fassung gilt und wann sie angenommen wurde.

1.5 Annahme: Bei einer Bestellung nimmt der Kunde diese Bedingungen mit einem Häkchen an. Wer ArchX ohne Bestellung nutzt, im Test oder mit einem Gratisplatz, nimmt sie mit der Anmeldung in der App an, die auf diese Bedingungen hinweist.

1.6 Abweichende Bedingungen des Kunden gelten nur, wenn TYTOS ihnen schriftlich zustimmt.

2. Leistungen und Voraussetzungen

2.1 ArchX besteht aus zwei Teilen:

  • Die Desktop-App für Mac und Windows mit dem KI-Agenten und Werkzeugen für die Arbeit an Projekten und für die Schweizer Devisierung.
  • Der Dienst: Lizenzprüfung, Test, Kauf, die Seite «Plätze verwalten» für Plätze und Rechnungen, Updates und Support.

2.2 Eigenes ChatGPT-Konto je Person. Jede Person, die ArchX nutzt, braucht ein eigenes ChatGPT-Konto, mindestens «Plus».

  • Die KI-Leistung erbringt OpenAI über dieses Konto, nicht TYTOS.
  • Die Kosten des ChatGPT-Kontos trägt der Kunde; sie sind nicht im Preis von ArchX enthalten.
  • Für das ChatGPT-Konto gelten die Bedingungen von OpenAI. Der Kunde hält sie ein, namentlich das Verbot, Konten zu teilen.

2.3 Was TYTOS nicht beeinflusst: Verfügbarkeit, Kontingente, Modelle, Antworten und Preise von OpenAI. Ändert OpenAI diese, ist das kein Mangel von ArchX.

2.4 Devis-Funktion: Der Kunde bringt seinen eigenen, lizenzierten NPK-Katalog aus seinem Programm mit. TYTOS liefert keine Kataloge, Normen oder Positionstexte.

2.5 Systemvoraussetzungen: Die App läuft auf den Systemen, für die die Download-Seite eine Version anbietet. Für die Arbeit mit der KI braucht sie eine Internetverbindung.

2.6 Keine Fachplanung und keine Beratung: TYTOS überlässt eine Software. Sie erbringt keine Architektur-, Planungs-, Ingenieur-, Bauleitungs-, Rechts- oder Steuerleistungen und übernimmt keine Verantwortung für Projekte, Ausschreibungen oder Bauten des Kunden.

3. Was der KI-Agent tut

3.1 Ergebnisse: Der Agent erstellt auf Auftrag namentlich:

  • Devis und Leistungsverzeichnisse, Positionen, Mengen und Kostenangaben;
  • Pläne, Skizzen, Modelle und Bilder;
  • Texte, Tabellen, Berechnungen und andere Dateien.

3.2 Handlungen: Der Agent handelt auch selbst, auf dem Gerät des Kunden und in den Konten, die der Kunde verbindet. Je nach Auftrag und Freigabe kann er namentlich:

  • Befehle und Programme ausführen;
  • Dateien lesen, anlegen, ändern, verschieben und löschen;
  • den Computer, Programme und einen Browser bedienen;
  • Plugins, Konnektoren und Erweiterungen nutzen;
  • E-Mails, Kalender und andere Konten lesen und darin handeln.

3.3 Freigaben: Der Kunde wählt in der App, was der Agent ohne Rückfrage tun darf. Ab Werk ist «Für mich genehmigen» eingestellt: Eine KI entscheidet dann ohne Rückfrage an den Kunden über Anfragen des Agenten, etwa Zugriffe ausserhalb des freigegebenen Arbeitsbereichs. Wer jede Anfrage selbst entscheiden will, wählt «Genehmigung anfordern». Bei «Vollzugriff» fragt der Agent nicht mehr nach. Die Wahl, auch das Belassen der Grundeinstellung, und ihre Folgen liegen beim Kunden.

3.4 Zurechnung: Was der Agent im Auftrag und mit den Freigaben des Kunden tut, gilt im Verhältnis zwischen den Parteien als Handlung des Kunden. Als Freigabe des Kunden gilt auch, was die gewählte oder belassene Einstellung erlaubt, einschliesslich der Entscheide der KI bei «Für mich genehmigen». Gegenüber Dritten handelt der Kunde.

3.5 Grenzen der KI: Sprachmodelle arbeiten mit Wahrscheinlichkeiten. Sie können Inhalte erfinden, Unterlagen falsch lesen, Annahmen treffen, Anweisungen missverstehen und dieselbe Aufgabe verschieden lösen. Annahmen kennzeichnet ArchX, soweit es sie erkennt. TYTOS kann die Modelle von OpenAI weder einsehen noch steuern.

4. Test

4.1 Start: Der Test beginnt nach der ersten Anmeldung mit dem ChatGPT-Konto in der App von selbst.

  • Er ist kostenlos und braucht weder Zahlungsangaben noch eine Gerätebestätigung.
  • Er dauert so viele Tage, wie die App anzeigt («Test · noch … Tage»).
  • Er steht jeder E-Mail-Adresse einmal zur Verfügung, die noch keinen Platz hat und keine Firma verwaltet.

4.2 Ende des Tests: Der Test endet von selbst. Er geht nicht in ein bezahltes Abo über und kostet nichts. Danach arbeitet die App im Lesemodus (Ziffer 9), bis der Kunde kauft. Ein Gerät ohne Verbindung erfährt das Ende bei der nächsten Lizenzprüfung (Ziffer 11).

4.3 Unentgeltlich: Für den Test gelten diese Bedingungen vollständig, namentlich die Ziffern 15 bis 19. Ein Anspruch auf den Test besteht nicht; TYTOS kann ihn jederzeit ändern oder beenden.

5. Kauf über die Website: die Schritte bis zum Vertrag

Das sind die technischen Schritte bis zum Vertragsabschluss:

  1. Kaufseite öffnen: «Lizenzen kaufen» auf der Website oder in der App öffnet die Kaufseite des Dienstes im Browser.
  2. Angaben machen: Firma, E-Mail-Adresse, Anzahl Plätze, Abrechnung monatlich oder jährlich und, wo angeboten, Zahlungsart und Empfehlungscode.
  3. Zusammenfassung ansehen: Sie zeigt Firma, Plätze, Abrechnung, Preis pro Platz, Total und Zahlungsart. Mit «Ändern» lässt sich jede Angabe vor der Bestellung korrigieren.
  4. Bedingungen annehmen: Der Kunde bestätigt mit einem Häkchen, dass er diese Bedingungen samt AVV gelesen hat und annimmt.
  5. Bestellen: Mit «Zahlungspflichtig bestellen» bestellt der Kunde verbindlich.
    • Bei Zahlung online gibt er danach bei Stripe Adresse, UID bzw. MWST-Nummer und Zahlungsmittel ein. Der Vertrag kommt mit dem Abschluss der Zahlung bei Stripe zustande.
    • Bei Zahlung auf Rechnung kommt der Vertrag mit dem Klick zustande.
  6. Bestätigung: TYTOS bestätigt die Bestellung per E-Mail.
  7. Freischaltung: Die Lizenz gilt in der App ab der nächsten Lizenzprüfung, also beim nächsten Start der App oder spätestens nach 24 Stunden. Jedes Gerät eines bezahlten Platzes bestätigt sich einmal mit einem Code (Ziffer 6.3).

Plätze, Rechnungen und Zahlungsmittel verwaltet der Admin des Kunden danach auf der Seite «Plätze verwalten». Die Anmeldung dort läuft über einen Link per E-Mail.

6. Lizenz und Plätze

6.1 Nutzungsrecht: TYTOS räumt dem Kunden für die Laufzeit ein einfaches, nicht übertragbares Recht ein, die App mit der gekauften Anzahl Plätze für eigene Geschäftszwecke zu nutzen.

6.2 Ein Platz ist eine E-Mail-Adresse, die des ChatGPT-Kontos einer bestimmten Person.

  • Der Admin des Kunden trägt die Plätze ein und kann sie jederzeit einer anderen Person zuweisen.
  • Eine Änderung wirkt spätestens nach 24 Stunden, bei Geräten ohne Verbindung spätestens nach 30 Tagen.
  • Sind mehr Personen eingetragen als Plätze gekauft, arbeiten die zuletzt eingetragenen Personen im Lesemodus.

6.3 Gerätebestätigung bei bezahlten Plätzen und Gratisplätzen: Damit ein solcher Platz auf einem Gerät gilt, schickt der Dienst einen sechsstelligen Code an die E-Mail-Adresse des Platzes. Der Code gilt 15 Minuten. Die Bestätigung braucht es einmal je Gerät. Im Test braucht es sie nicht.

6.4 Geräte: Ein Platz kann auf höchstens 2 Geräten gleichzeitig aktiv sein. Meldet sich ein drittes Gerät an, fällt das am längsten nicht gesehene heraus.

6.5 Gratisplätze: TYTOS kann einem Kunden Plätze ohne Entgelt überlassen, etwa für Pilotbüros oder Partner, auf Zeit oder ohne Enddatum. Für sie gelten diese Bedingungen sinngemäss. Ein Anspruch auf Gratisplätze besteht nicht. Sie enden am genannten Datum; ohne Datum kann TYTOS sie mit einer Ankündigung per E-Mail von 30 Tagen beenden. Danach arbeiten diese Plätze im Lesemodus, bis der Kunde kauft.

6.6 Was der Kunde nicht darf:

  • Plätze mit anderen Personen teilen;
  • die App an Dritte weitergeben;
  • Lizenzprüfung, Signaturen oder Sperren umgehen;
  • die App zurückentwickeln, soweit das Gesetz es nicht zwingend erlaubt;
  • ArchX für rechtswidrige Zwecke oder entgegen den Bedingungen von OpenAI nutzen.

6.7 Bestandteile Dritter: Die App enthält Bestandteile Dritter, darunter den Codex-Kern von OpenAI. Für sie gelten deren Lizenzen, die mit der App ausgeliefert werden.

6.8 Rechte an den Ergebnissen: Was der Kunde mit ArchX erstellt, gehört dem Kunden, soweit TYTOS daran Rechte hat. Die Rechte an Unterlagen, Katalogen und Normen, die er einbringt, bleiben beim Kunden bzw. bei deren Rechteinhabern. TYTOS sichert nicht zu, dass Ergebnisse frei von Rechten Dritter sind.

7. Preise und Zahlung

7.1 Preis: Es gilt der Preis je Platz und Monat bzw. Jahr gemäss der Preisangabe in der Bestellübersicht vor der Bestellung.

7.2 Mehrwertsteuer: Die Preise verstehen sich ohne MWST. Solange TYTOS nicht im MWST-Register eingetragen ist, stellt sie keine MWST in Rechnung. Wird TYTOS mehrwertsteuerpflichtig, kommt die MWST zum gesetzlichen Satz ab Beginn der Steuerpflicht auf den Preis dazu, auch bei laufenden Abos. TYTOS kündigt das per E-Mail an; Bestellübersicht und Rechnung weisen es aus.

7.3 Zahlungsarten:

  • Monatsabo: online über Stripe mit Karte oder, sobald freigeschaltet, TWINT.
  • Jahresabo: online wie beim Monatsabo oder, wo angeboten, Rechnung mit QR-Einzahlungsschein, zahlbar innert der Frist, die Bestellübersicht und Rechnung nennen.

7.4 Abrechnung: Abgerechnet wird jeweils zu Beginn der Periode für die ganze Periode.

  • Ändert der Kunde die Anzahl Plätze während einer Periode, wird die Differenz anteilig bis zum Ende der laufenden Periode auf der nächsten Rechnung verrechnet. Zusätzliche Plätze ergeben einen anteiligen Betrag, weniger Plätze eine anteilige Gutschrift.
  • Den Wechsel zwischen Monats- und Jahresabo nimmt der Kunde im Kundenportal von Stripe vor. Ein Wechsel auf das Jahresabo wird anteilig verrechnet; ein Wechsel auf das Monatsabo gilt ab dem Ende der bezahlten Periode.

7.5 Preisänderungen: Ändert TYTOS die Preise für neue Bestellungen, behält ein laufendes Abo seinen Preis, bis der Kunde zwischen Monats- und Jahresabo wechselt. Will TYTOS den Preis eines laufenden Abos ändern, kündigt sie das dem Admin mindestens 30 Tage vorher per E-Mail an. Der neue Preis gilt frühestens ab der nächsten Periode. Ist der Kunde nicht einverstanden, kann er auf das Ende der laufenden Periode kündigen.

7.6 Rückerstattung: Kündigt der Kunde, gilt die Lizenz bis zum Ende der bezahlten Periode. Bereits bezahlte Beträge für diese Periode werden nicht zurückerstattet. Vorbehalten bleiben die Gutschrift nach Ziffer 7.4 und Ziffer 14.3.

8. Zahlungsverzug

8.1 Karte und TWINT: Scheitert eine Zahlung, versucht Stripe sie erneut. So lange gilt die Lizenz weiter, und die Seite «Plätze verwalten» zeigt die offene Zahlung an. Bleibt die Zahlung endgültig aus, wechselt die App in den Lesemodus, bis bezahlt ist.

8.2 Rechnung: Ist eine Rechnung nach Ablauf der Zahlungsfrist nicht bezahlt, kann die App in den Lesemodus wechseln, bis die Zahlung eingegangen ist. Der Verzugszins beträgt 5 % pro Jahr (Art. 104 Abs. 1 OR).

8.3 Plätze bleiben erhalten: Mit der Zahlung wird die Lizenz bei der nächsten Prüfung wieder gültig.

9. Lesemodus

Was im Lesemodus geht:

  • Projekte und Gespräche öffnen, ansehen und exportieren;
  • Updates erhalten.

Was nicht geht: neue Aufträge an den Agenten.

Dateien, die ArchX erzeugt hat, sperrt die Lizenz nicht. Sie liegen beim Kunden.

Der Lesemodus gilt:

  • nach Ende des Tests ohne Kauf;
  • bei Zahlungsverzug nach Ziffer 8;
  • nach Vertragsende und nach Ende eines Gratisplatzes;
  • für Personen ohne gedeckten Platz (Ziffer 6.2);
  • für ein Gerät, das von einem neueren verdrängt wurde (Ziffer 6.4);
  • nach 30 Tagen ohne Verbindung (Ziffer 11).

10. Laufzeit und Kündigung

10.1 Laufzeit: Das Abo läuft einen Monat bzw. ein Jahr und verlängert sich jeweils um dieselbe Dauer.

10.2 Kündigung durch den Kunden: Der Kunde kann jederzeit auf das Ende der laufenden Periode kündigen, im Kundenportal von Stripe oder per E-Mail an tim@frontierx.ch. Bis dahin gilt die Lizenz.

10.3 Kündigung durch TYTOS: TYTOS kann auf das Ende einer Periode kündigen. Sie kündigt das dem Admin mindestens 30 Tage vorher per E-Mail an.

10.4 Wichtiger Grund: Beide Parteien können aus wichtigem Grund fristlos kündigen. Ein solcher Grund ist namentlich ein schwerer Verstoss gegen Ziffer 6.6.

10.5 Nach Vertragsende arbeitet die App im Lesemodus. Die Daten im Dienst löscht oder anonymisiert TYTOS nach den Fristen der Datenschutzerklärung.

11. Ohne Internetverbindung

Die App prüft die Lizenz beim Start und alle 24 Stunden. Ohne Verbindung bleibt eine gültige Lizenz 30 Tage gültig. Danach arbeitet die App im Lesemodus, bis sie den Dienst wieder erreicht. Ein Ausfall des Dienstes sperrt deshalb niemanden sofort.

12. Updates und Änderungen

12.1 Automatisch: Die App lädt Updates im Hintergrund. Ein Update wird beim nächsten Start aktiv, nie mitten in der Arbeit. Updates hängen nicht von der Lizenz ab.

12.2 Codex-Kern: TYTOS bestimmt, welche Version des Codex-Kerns die App lädt.

12.3 Mindestversion: TYTOS kann sie festsetzen. Eine ältere Version nimmt dann keine neuen Aufträge an, bis sie aktualisiert ist. Laufende Arbeit wird nicht abgebrochen.

12.4 Funktionsumfang: TYTOS darf ArchX weiterentwickeln und ändern. Fällt eine wesentliche Funktion weg, kündigt TYTOS das vorher per E-Mail an. Der Kunde kann dann auf das Ende der Periode kündigen.

13. Verfügbarkeit und Support

13.1 App und Dienst: Die App läuft auf dem Gerät des Kunden. Der Dienst wird mit der gebotenen Sorgfalt betrieben; eine bestimmte Verfügbarkeit sichert TYTOS nicht zu. Wartungsarbeiten kündigt TYTOS, wenn möglich, vorher an.

13.2 Dritte: Für die Verfügbarkeit von OpenAI, Internetverbindungen und Diensten, die der Kunde verbindet, ist TYTOS nicht verantwortlich.

13.3 Support: per E-Mail an tim@frontierx.ch und mit dem Knopf «Problem melden» in der App. TYTOS antwortet in der Regel innert 1 Arbeitstag (Montag bis Freitag). Das ist ein Ziel, keine Garantie. Telefon-Support gibt es nicht. Fernhilfe gibt es nur nach Termin, per Bildschirmfreigabe in einem Videogespräch über ein Werkzeug, das der Kunde wählt.

13.4 Unterlagen im Support: Schickt der Kunde dem Support Unterlagen mit Personendaten, bearbeitet TYTOS diese nur in seinem Auftrag und nur, um die Anfrage zu erledigen. Dafür gilt die AVV, die als Anhang Bestandteil dieses Vertrags ist.

14. Mängel

14.1 Rüge: Der Kunde meldet Mängel der App oder des Dienstes über «Problem melden» oder per E-Mail, mit einer nachvollziehbaren Beschreibung, innert 10 Tagen, nachdem er sie entdeckt hat. Unterlässt er das, gilt die Leistung hinsichtlich dieses Mangels als genehmigt.

14.2 Behebung: TYTOS behebt reproduzierbare Mängel in angemessener Frist durch ein Update oder eine Umgehung. Fehler, Lücken und Abweichungen in KI-Ergebnissen und Handlungen des Agenten (Ziffer 3.5) sind für sich allein kein Mangel der Software.

14.3 Wenn die Behebung scheitert: Gelingt sie in angemessener Frist nicht und ist die Nutzung erheblich beeinträchtigt, kann der Kunde fristlos kündigen. Er erhält dann vorausbezahlte Beträge für die restliche Laufzeit zurück.

14.4 Weitere Ansprüche wegen Mängeln sind ausgeschlossen, soweit das Gesetz es zulässt. Die Haftung nach Ziffer 18 bleibt vorbehalten.

14.5 Verjährung: Ansprüche wegen Mängeln verjähren ein Jahr nach Bereitstellung der betroffenen Leistung, soweit das Gesetz eine solche Verkürzung zulässt. Sonst gelten die gesetzlichen Fristen.

15. Pflichten des Kunden

Der Kunde:

  • lässt jedes Ergebnis von einer fachkundigen Person prüfen, bevor er es verwendet, weitergibt, ausschreibt, einreicht oder abrechnet; Mengen prüft sie an den Plänen und Unterlagen, Positionen am Katalog;
  • sichert seine Daten selbst und regelmässig, namentlich bevor er den Agenten an Dateien, Ordnern, Programmen oder Konten arbeiten lässt;
  • wählt die Freigaben (Ziffer 3.3) mit Sorgfalt und verbindet nur Konten, Plugins und Dienste, deren Nutzung durch den Agenten er verantworten kann;
  • sorgt für eigene ChatGPT-Konten nach Ziffer 2.2 und wählt Plan und Datenschutz-Einstellungen bei OpenAI so, dass er die Daten, die er ArchX gibt, an OpenAI übermitteln darf;
  • verwendet nur Unterlagen, Kataloge, Normen, Pläne und Daten, die er nutzen und an OpenAI geben darf, und informiert betroffene Personen, wo das Gesetz es verlangt;
  • nutzt Plätze nur für eigene Mitarbeitende oder beauftragte Personen und weist sie auf diese Bedingungen hin;
  • kennzeichnet KI-erzeugte Inhalte gegenüber Dritten, wo das Gesetz es verlangt.

16. KI-Ergebnisse und Handlungen des Agenten

16.1 Entwürfe: Alle Ergebnisse von ArchX sind Entwürfe, die der Kunde prüft. Sie können falsch, unvollständig, veraltet oder normwidrig sein, auch wenn sie überzeugend wirken. Das gilt namentlich für Devis und Leistungsverzeichnisse, Positionen und Mengen, Pläne, Modelle, Bilder und Texte.

16.2 Handlungen: Handlungen des Agenten können unerwünschte Folgen haben, etwa geänderte oder gelöschte Dateien, falsch bediente Programme, Einträge in fremden Systemen oder gelesene vertrauliche Inhalte. Der Kunde überwacht die Arbeit des Agenten im Rahmen seiner Freigaben.

16.3 Verantwortung des Kunden: Der Kunde entscheidet, ob und wie er Ergebnisse verwendet und welche Handlungen er dem Agenten erlaubt. Er trägt die Verantwortung dafür gegenüber seinen Auftraggebern, Unternehmern, Behörden und anderen Dritten.

16.4 Keine Zusicherung: TYTOS sichert nicht zu, dass Ergebnisse oder Handlungen vollständig, richtig, normgerecht, frei von Rechten Dritter oder für einen bestimmten Zweck geeignet sind.

17. Werbung, Beispiele und Messwerte

Aussagen in Werbung, auf Websites, in Vorführungen, Videos, Beispielen und Fallstudien sowie Messwerte, etwa Trefferquoten, Mengen oder Zeitersparnis, beschreiben ArchX unter den jeweiligen Bedingungen. Sie sind keine Zusicherung von Eigenschaften, etwa im Sinne von Art. 197 OR, und keine Garantie, gleich welchem Vertragstyp dieser Vertrag zugeordnet wird.

Eine Zusicherung oder Garantie gilt nur, wenn TYTOS sie in einem von ihr unterzeichneten Dokument ausdrücklich als «Zusicherung» oder «Garantie» bezeichnet. Werbung, E-Mails, Chats und Gespräche genügen dafür nicht. Ergebnisse hängen von den Unterlagen, den Aufträgen, den Freigaben und den Modellen von OpenAI ab und fallen von Fall zu Fall verschieden aus.

18. Haftung

18.1 Ausschluss: TYTOS haftet nur für Schäden, die sie mit rechtswidriger Absicht oder grobfahrlässig verursacht (Art. 100 Abs. 1 OR). Jede weitere Haftung ist ausgeschlossen, gleich aus welchem Rechtsgrund, namentlich die Haftung für leichte und mittlere Fahrlässigkeit.

18.2 Namentlich ausgeschlossen ist im Rahmen von Ziffer 18.1 die Haftung für:

  • Schäden aus KI-Ergebnissen und Handlungen des Agenten (Ziffern 3 und 16), etwa falsche Mengen, Positionen oder Pläne, Nachträge, Mehrkosten, Bauverzögerungen, gelöschte oder geänderte Dateien und Einträge in Konten;
  • Schäden aus der Verwendung von Ergebnissen, die keine Fachperson geprüft hat, und aus fehlenden Sicherungskopien;
  • Leistungen von OpenAI, Internetanbietern und anderen Dritten, auch von Plugins und Diensten, die der Kunde verbindet;
  • indirekte Schäden und Folgeschäden, entgangenen Gewinn, Ansprüche Dritter und Datenverlust.

18.3 Hilfspersonen: Die Haftung für Hilfspersonen von TYTOS ist ausgeschlossen, soweit Art. 101 Abs. 2 OR es erlaubt.

18.4 Höchstbetrag: Haftet TYTOS trotz Ziffer 18.1 für leichtes oder mittleres Verschulden, etwa weil der Ausschluss in einem Fall nicht gilt, ist die Haftung insgesamt auf die Beträge begrenzt, die der Kunde in den 12 Monaten vor dem ersten Schadenereignis für ArchX bezahlt hat. Für rechtswidrige Absicht und grobe Fahrlässigkeit gilt dieser Höchstbetrag nicht.

18.5 Test und Gratisplätze: Bei unentgeltlicher Nutzung wird die Haftung zusätzlich milder beurteilt (Art. 99 Abs. 2 OR).

18.6 Zwingendes Recht: Vorbehalten bleibt die Haftung, die das Gesetz zwingend vorschreibt, namentlich nach dem Produktehaftpflichtgesetz.

18.7 Personen bei TYTOS: Die Ziffern 18.1 bis 18.5 gelten auch zugunsten der Organe, Mitarbeitenden und Hilfspersonen von TYTOS.

19. Freistellung durch den Kunden

Der Kunde stellt TYTOS von allen Ansprüchen Dritter frei, einschliesslich angemessener Kosten der Abwehr, die daraus entstehen, dass:

  • Unterlagen, Daten, Kataloge, Normen oder Pläne, die der Kunde ArchX gibt, Rechte Dritter oder das Datenschutzrecht verletzen;
  • der Kunde sein ChatGPT-Konto oder verbundene Dienste entgegen deren Bedingungen nutzt;
  • der Kunde Ergebnisse oder Handlungen des Agenten gegenüber Dritten verwendet, etwa in Ausschreibungen, Verträgen, Eingaben oder Abrechnungen;
  • der Kunde gegen diese Bedingungen verstösst.

Das gilt nicht, soweit der Anspruch auf rechtswidriger Absicht oder grober Fahrlässigkeit von TYTOS beruht. TYTOS informiert den Kunden unverzüglich über solche Ansprüche und lässt ihn die Abwehr führen, soweit das möglich ist.

20. Datenschutz

20.1 Projektdaten: Aufträge, Unterlagen, Dateien und Ergebnisse gehen von der App direkt über das ChatGPT-Konto der jeweiligen Person an OpenAI. TYTOS erhält diese Daten nicht und ist dafür weder Verantwortliche noch Auftragsbearbeiterin. Für diese Bearbeitung sind der Kunde und OpenAI verantwortlich.

20.2 Daten bei TYTOS: Welche Daten TYTOS für Konto, Lizenz, Kauf, Abrechnung, Support und Updates bearbeitet, steht in der Datenschutzerklärung.

20.3 Support: Für Unterlagen, die der Kunde dem Support schickt, gilt die AVV.

21. Vertraulichkeit

Beide Parteien behandeln vertrauliche Informationen der anderen Partei vertraulich, auch nach Vertragsende.

22. Empfehlungscode

Ein Empfehlungscode ordnet den Kunden einem Verkäufer zu. Er ändert Preis und Leistungen nicht.

23. Änderungen dieser Bedingungen

TYTOS kann diese Bedingungen ändern. Jede neue Fassung erhält ein neues Datum als Kennung. TYTOS kündigt Änderungen dem Admin mindestens 30 Tage vor dem Inkrafttreten per E-Mail an. Widerspricht der Kunde nicht vor Inkrafttreten, gilt die neue Fassung. Widerspricht er, kann er auf das Inkrafttreten kündigen; bis dahin gilt die bisherige Fassung.

24. Schlussbestimmungen

24.1 Anwendbares Recht: Es gilt Schweizer Recht. Ausgeschlossen sind das Wiener Kaufrecht (CISG) und die Verweisungsnormen des IPRG.

24.2 Gerichtsstand ist Kriens, Kanton Luzern, am Sitz der TYTOS GmbH.

24.3 Unwirksame Bestimmung: Ist eine Bestimmung ganz oder teilweise unwirksam, gilt der Rest weiter. An ihre Stelle tritt die wirksame Regel, die dem Zweck am nächsten kommt; bei einer Haftungsbeschränkung die weitestgehende, die das Gesetz zulässt.

24.4 Form: Mitteilungen per E-Mail genügen, wo diese Bedingungen nichts anderes sagen.